Heute stand das Finale des SBRP-Mannschaftspokals an. Unserem enormen Losglück verdankten wir es, dass wir zum dritten Mal in drei Runden in die tiefste Pfalz fahren durften. Nach Pirmasens und Ludwigshafen machten wir heute Landau unsere Aufwartung.
Wir spielten mit unseren Pokal-Stammspielern Dieter, Yuri und Lukas, lediglich Tim fiel aufgrund der morgen startenden Deutschen Meisterschaft aus – viel Erfolg an dieser Stelle! Vertreten wurde er durch unseren Vorsitzenden Christian.
Zum Kampfgeschehen: Dieter opferte an Brett 3 mit den schwarzen Steinen spielend früh zwei Bauern für eine erdrückende Initiative. Die Landwirte lagen dem Anziehenden wie Steine im Magen, er fand sich auf der falschen Brettseite einer sehenswerten Kurzpartie wieder. 1-0
Bei Yuri lief es an Brett 2 weniger erfreulich. Er vermochte es mit Schwarz nicht auszugleichen und stand lange Zeit etwas gedrückt. Die Stellungsbehandlung seines Gegners mutete jedoch etwas zahm an, was es Yuri erlaubte, das Spiel auszugleichen. Bei knapper Bedenkzeit übersah er aber eine gegnerische taktische Ressource, wonach die Partie augenblicklich verloren war. 1-1 (2-3)
Ich versuchte mich an Brett 1 in Anbetracht meiner nicht existenten Vorbereitung an etwas Kreativem – dem Jobava Londoner. Zwar glaube ich in keinster Weise an dieses System, und gefühlt ist alles gut spielbar für Schwarz, aber da die Partien ohnehin nicht Elo gewertet sind und die Qualifikation für den Deutsche Mannschaftspokal bereits in der Tasche war, packte mich die Experimentierfreude. Die Partie dümpelte vor sich hin, mein Gegner gab mir an verschiedenen Stellen grundlos Chancen, doch gebrach es mir in letzter Instanz an durchschlagenden Argumenten. Da beim Pokal die Berliner Wertung zum Tragen kommt, gemäß welcher wir zu diesem Zeitpunkt 2-3 im Rückstand waren, und Christians Stellung zudem nicht den Eindruck erweckte, als böte sie Gewinnchancen, zog ich alle Register und ging Risiken ein. Doch auch das sollte die Waagschale zu niemandes Gunsten kippen. Am Ende standen zwei blanke Könige auf dem Brett. 1,5-1,5 (4-5)
Nachdem wir alle die Verantwortung auf Christian abgewälzt hatten, lag es nun also an Cheffe höchstselbst, den Pokal in die Deichstadt zu holen. Ein Sieg musste her! Nach wechselhaftem Partieverlauf, in dem er zwischenzeitlich auf Verlust stand, zeigte er sich am Ende, in der zweiten Zeitmotphase, abgebrüht, während mit seinem Gegner die Nerven durchgingen. 2,5-1,5
Nach dieser gelungenen Generalprobe bleibt zu hoffen, dass die in Bälde startende Saison 2023/24 ebenfalls unter einem guten Stern steht.
Dähnepokal 2026
Fast 100 Jahre Leidenschaft – SC Heimbach-Weis/Neuwied auf dem Weg zur Jubiläumssaison Von der Kreisklasse bis in die 1. Deutsche Schachbundesliga – ein Verein schreibt Geschichte in der stärksten Liga der Welt. Es gibt Vereine, die einfach existieren. Und es gibt Vereine, die leben. Der SC Heimbach-Weis/Neuwied gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Was 1927 in einem kleinen Stadtteil von Neuwied am Rhein begann –– ist heute eine der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten im deutschen Vereinsschach. Denn während viele Traditionsvereine im Laufe der Jahrzehnte in der Versenkung verschwanden, hat sich der SC Heimbach-Weis kontinuierlich nach oben gearbeitet. Der lange Weg nach oben Der entscheidende Schritt folgte im Frühjahr 2023. In der Abschlussdoppelrunde der 2. Bundesliga West in Mülheim an der Ruhr machten die Neuwieder den Aufstieg perfekt – mit zwei Punkten Vorsprung auf den Düsseldorfer SC und dem besten Brettpunkteverhältnis der Liga. Für die Mannschaft, den Vorstand und die treuen Fans war es ein historischer Moment: Erstmals in der fast hundertjährigen Vereinsgeschichte spielt der SC Heimbach-Weis/Neuwied in der 1. Deutschen Schachbundesliga. Besonders symbolträchtig: Mittelspieler Lukas Winterberg errang in eben dieser Aufstiegssaison den Titel des Internationalen Meisters – ein persönlicher Meilenstein, der mit dem Meilenstein des gesamten Vereins zusammenfiel. Angekommen in der Bundesliga Die Herausforderungen der Erstklassigkeit nahm der Verein an. In der Saison 2025/26 kämpfte das Team bis in die Endrunde nach Berlin – und sicherte sich schließlich den Klassenerhalt. Eine Leistung, die vor dem Hintergrund der Größenverhältnisse des Vereins nicht selbstverständlich ist. Der Kader liest sich heute wie ein Who’s who des internationalen Schachs: GM Leon Livaic, GM Martin Krämer, GM Shant Sargsyan sowie die aufstrebenden Talente Pranav Anand (GM, Indien, Elo 2588) und Lorenzo Lodici (GM, Italien, Elo 2590) tragen das Heimbach-Weis-Trikot. Dass ein Verein aus dem Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis Spieler aus Kroatien, Italien, Indien und Armenien unter einem Dach vereint, zeigt eindrucksvoll, was Schach leisten kann: Es verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg. Neuwied als Bundesliga-Bühne Im Oktober 2026 durfte die Region erleben, was Bundesliga-Schach bedeutet. Das Foodhotel Neuwied verwandelte sich an einem Wochenende in ein Zentrum des deutschen Spitzenschachs – mit vier Bundesligamannschaften, Großmeistern aus aller Welt und Schach auf höchstem Niveau. Für viele Zuschauer war es ein erster Blick in eine Welt, die oft im Verborgenen blüht. Fast 100 Jahre – und kein bisschen müde 2027 feiert der SC 1927 Heimbach-Weis/Neuwied sein 100-jähriges Bestehen. Es wäre ein Jubiläum, das kaum passender begangen werden könnte: als Erstligist, mit einem internationalen Kader, in einer Stadt, die den Schachsport zunehmend in sein Herz schließt. Der SC 1927 Heimbach-Weis/Neuwied ist unter www.sc-heimbach-weis.de zu finden und auf Instagram und Facebook unter @sc_heimbachweis_neuwied.
Neue Bundesligasaison 2026/2027
die 16. Rheinland-Pfalz Open 2026 finden in der Festhalle in Neuwied Heimbach -Weis statt.
Der SC Heimbach-Weis/Neuwied weiter in der 1. Bundesliga
Für den SC- Heimbach-Weis/Neuwied geht es in Berlin am Wochenende um den Klassenerhalt. Am Freitag spielt der SC HWN gegen OSG Baden-Baden, am Samstag gegen Sfr. Wolfhagen und am Sonntag gegen SC Viernheim. Viel Glück, es wird gebraucht. Wie immer, Live unter Bundesliga Live .
Am 21.3. und 22.03. finden die nächsten Spiele der Bundesiga statt. Heimbach-Weis/Neuwied muss nach Baden-Baden und tritt dort am Samstag gegen die SG Solingen und am Sonntag gegen die Düsseldorfer SK an.



